Yamaha XT 660 Z - Tenere


 

   

Yamaha XT660Z

Tenere

--- Seit dem  07.08.2008  meine ! ---

 

 

XT660Z Ténéré - Ferne Ziele rücken näher

Für einen Abenteurer gibt es wohl nichts Schöneres auf der Welt, als am Ende einer langen Reise sein gestecktes Ziel zu erreichen. Wenn man dabei auf einen erfahrenen, zuverlässigen Begleiter wie die Yamaha XT660Z Ténéré setzen kann, ist das Erlebnis umso intensiver. Denn dieses Bike hat nicht nur einen legendären Namen, es besitzt auch die außerordentlichen Fähigkeiten, die diesem Namen gerecht werden. Zahllose Einsätze bei der Rallye Paris-Dakar, dem härtesten Offroad- Wettbewerb der Welt, haben diese Enduro gestählt. Damit sie auf den schwierigsten Wüsten-Etappen bestehen kann, haben wir der Ténéré unsere beste Technik spendiert. Nun verstehen Sie, warum Sie diesem Motorrad blind vertrauen können. Wohin die Reise auch geht – Ihre Yamaha ist zuverlässig, ausdauernd und komfortabel. Und wenn Sie an einem Montagmorgen wieder zur Arbeit müssen, nehmen Sie einfach wieder die Ténéré.

Bei den Rallye-Einsätzen wie der berühmt-berüchtigten Paris-Dakar konnte Yamaha wertvolle Erfahrungen sammeln, die später auch in den Serienfahrzeugbau eingeflossen sind. So entstand die XT660Z Ténéré, eine Enduro, die nie Grenzen kannte und auf jedem Kontinent zu Hause ist. Ihr 660 ccm-Einzylinder mit Benzineinspritzung sorgt für reichlich Drehmoment in allen Fahrsituationen. Der robuste Motor sitzt in einem widerstandsfähigen Stahlrohr Rahmen. Bemerkenswert sind auch die stabilen Radaufhängungen mit langen Federwegen, die nicht nur für Komfort, sondern auch für exzellente Offroad-Fähigkeiten sorgen. Die leichte Aluminium-Schwinge leistet ihren Beitrag zum vorbildlichen Fahrverhalten, während der 22 Liter große Benzintank eine hohe Reichweite sicherstellt. Langstreckentauglich ist auch die bequeme Doppelsitzbank und die vor Wind und Wetter schützende Verkleidung mit vertikal angeordnetem Doppelscheinwerfer. Alles an der Ténéré ist auf einen Zweck ausgerichtet: auf ein erlebnisreiches Abenteuer und maximalen Fahrspaß.

Quelle : www.yamaha-motor.de  2010  

 

 

 

 

 

    YAMAHA Motor Deutschland GmbH                                     
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Yamaha XT660Z Tenere

Enduro - NEUES Modell 2008

 
PREIS  
6.995 EURO    Basispreis
+ 165 EURO    Nebenkosten
   

MOTOR
Bauart: 1-Zylinder-4-Takt
flüssigkeitsgekühlt, OHC, Einspritzanlage, geregelter 3-Wege-Katalysator, 4 Ventile
Hubraum: 660 ccm
Leistung: k.A.
max.Drehmoment: k.A.
Starter: Elektro
Getriebe: 5-Gang
Antrieb: Kette

FAHRWERK
Bremsen: V: Doppelscheibe
H: Scheibe
Reifen: V: 90/90-21 M/C
H: 130/80-17 M/C

ABMESSUNGEN und GEWICHTE
L x B x H: 2.246 x 865 x 1.477 mm
Gewicht: 183 kg (trocken)
Tankinhalt: 22 L

AUSSTATTUNG und BESCHREIBUNG
  • Die allererste Ténéré wurde in den frühen 1980ern vorgestellt. Seit dieser Zeit ist der Name Ténéré ein Synonym für Reisen, Abenteuer und Fernweh. Aber auch im Sport waren die Ténéré erfolgreich, speziell bei der Dakar Rallye. Das Urmodell hatte während der 1980er und 90er Jahre eine Vielzahl würdiger Nachfolger. Für 2008 stellt Yamaha jetzt die völlig neue XT660Z Ténéré vor, die sich einer neuen Generation von Abenteurern empfiehlt, aber ganz im Geiste der ursprünglichen Ténéré-Philosophie.

WICHTIGE FAKTEN
  • Flüssigkeitsgekühlter 660-ccm-Viertakt-Einzylindermotor mit obenliegender Nockenwelle (SOHC)
  • Elektronische Benzineinspritzung
  • Verdichtung 10,0:1
  • Bohrung x Hub 100,0 mm x 84,0 mm
  • Trockensumpfschmierung
  • 5-Gang-Getriebe
  • Optimiert für starkes Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich
  • Elektrostarter
  • Nach oben verlegter Einkammerschalldämpfer
  • Langstrecken-Abenteuertouren tauglich
  • Gitterrohrrahmen in Leichtbauweise
  • Aluminiumschwinge
  • Großvolumiger 22-Liter-Kraftstofftank
  • Leichte Verkleidung mit gutem Windschutz
  • Integrierte Protektoren für Verkleidung, Rahmen und Motor
  • Vertikaler Doppel-Scheinwerfer
  • Trockengewicht 183 kg
  • Integriertes Gepäcksystem
  • Gepäckträger hinten
  • 130/80-17 Hinterreifen, 90/90-21 Vorderreifen
  • LED-Rücklicht


Farbe: CompetitionWhite
YAMAHA XT660Z Tenere  (Farbe CompetitionWhite)



 

 

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Test Motorradzeitung :

Vor einem Vierteljahrhundert veränderte die Ténéré die Offroad-Welt. Zur Saison 2008 startet Yamaha mit dem Mythos Ténéré wieder durch.

Fahrbericht Yamaha XT 660 Z Ténéré

Zwischen-Gas: die neue Ténéré


 

Wie ein Trommelfeuer schlagen die scharfkantigen Steine gegen den Motorschutz, pumpen sich Gabel und Federbein in den Bodenwellen aufgeregt durch ihre gut 20 Zentimeter langen Federwege. Hier, in der Weite der Wüste des südlichen Marokko, klingt jeder Schlag des blechern pulsierenden Singles wie ein Freudenschrei über das Comeback eines großen Namens: Ténéré.

Was hat dieses Motorrad seit seiner Vorstellung im Jahr 1983 nicht alles verkörpert: Dakar-Flair, Extrem-Reisen, Abenteuer. Passgenau für die Weltenbummler jener Generation. Doch die Welt und die Menschen veränderten sich. 1999 verschwand der Single aus dem Programm.

 

Und jetzt? Auf ein Neues. Genau so steht sie da. Ganz neu. Futuristisch, sagen die einen. Als Bionicle aus Legoland quali-fizieren andere die abgesetzte Linie der Front- und Seitenverkleidung ab. Wie auch immer, zunächst macht die Kunststoff-Kombo schlicht und einfach Sinn. Bei einem Sturz schützen die stabilen, mattgrauen Kunststoff-Verschalungen Tank und Auspuffkrümmer effektiv vor Kratzern, lassen sich unkompliziert austauschen. Und auch die frei liegende Wasserpumpe sowie der Lichtmaschinendeckel finden bei einem Abflug durch die erhabene Kontur der Protektoren Schutz.

Fotoshow Foto-Show der Yamaha Ténéré.

Noch immer prasseln die groben Brocken auf die Bodenplatte. Selbst schuld, schließlich animiert die Peripherie der Ténéré zum forcierten Wüstenritt. Mit der weit nach oben gezogenen Front, dem hohen Lenkkopf und dem relativ schmalen Knieschluss lässt es sich selbst im Stehen entspannt fahren, suggeriert die Ténéré Rallye-Feeling. Doch gemach. Allzu ernst sollte diese Einladung nicht genommen werden. Geschätzte 205 Kilogramm (183 Kilo Trockengewicht plus Öl, Kühlwasser und 22 Liter Sprit) und die für den Asphalteinsatz ausgelegte Metzeler-Tourance-Bereifung kühlen das Übermütchen im Gelände schnell ab. In engen Kehren schiebt die XTZ trotz des schmalen 21-Zoll-Vorderrads gerne über die Front nach außen, die Sitzhöhe von knapp 90 Zentimetern lässt nicht nur Kurzbeinige unsicher nach Halt straucheln. Nicht erstaunlich, schließlich folgt die neue Ténéré charakterlich eindeutig ihren Vorgängerinnen – dem für den gelegentlichen Schotterausritt konzipierten Reisemobil.

 


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Fahrbericht Yamaha XT 660 Z Ténéré

Staub aufgewirbelt

Schon die Nachricht, dass Yamaha die legendäre Ténéré auferstehen lässt, hat in der Szene mächtig Staub aufgewirbelt. Nun konnte der TOURENFAHRER mit der Wüsten-XT schon mal durch Marokko stauben.

Text: Christoph Driesen / Fotos: Yamaha

Die neue Yamaha XT 660 Z Ténéré

Auf der Piste hinter Asrir erblinden sie alle. Alle außer Omar, denn Omar ist der Guide, Omar fährt an der Spitze. Meterhoch steigen die Staubwolken auf, verdunkeln den Himmel, dringen in jede Pore der Haut. Sand knirscht unter den Augenlidern, in der Nase, und der Geschmack des gerade erst getrunkenen Pfefferminztees wird von mahlenden Sandkörnern übertüncht. Nicht mal das Vorderrad ist mehr zu erkennen, rumpelt in tiefe Löcher, verliert immer wieder eine lange Schrecksekunde jegliche Führung in tiefen Sandrinnen. Auch wenn ein legendärer Name die Tankflanken ziert, der eine ganze Generation von Wüstenfüchsen geprägt hat – blindes Vertrauen wäre jetzt zu viel des Optimismus. Also Gas zu, zurückfallen lassen, und langsam schält sich aus dem privaten Sandsturm des Vordermanns die spektakuläre Kulisse des marokkanischen Anti-Atlas. Traumziel abenteuerhungriger Enduristen, ideale Bühne für die Wiederauferstehung einer Legende: der Yamaha Ténéré.

Vor einem Vierteljahrhundert pflügte das erste Wüstenschiff mit dem mythischen Namen durch afrikanischen Sand, die letzten paar Jahre war es von der Bildfläche verschwunden, nun dürfen Globetrotter wieder aufatmen. Die Ténéré 2008 ist nicht einfach eine aufgepeppte XT 660, die mit ein bisschen Expeditionsklimbim vom Mythos zehren will, man hat rund um den bewährten Einzylinder quasi ein neues Motorrad entwickelt, das für Reisen auf Asphalt wie Piste gleichermaßen taugen soll.

Ein schlank bauender, trotzdem 23 Liter fassender Tank markiert nicht mehr das rallyetaugliche Extrem der Ur-Ténéré, sollte aber für 400-Kilometer-Etappen reichen. Hoch reckt sich zudem die Frontverkleidung mit den übereinanderliegenden Scheinwerfern gen Himmel, um den Winddruck auf schnellen Straßenetappen zu lindern. Sogar eine Doppelscheibe im Vorderrad hat man der Ténéré nun verpasst, weil die meisten wüsten Ritte wohl eher auf der Straße stattfinden werden und man bei enormen 225 Kilo (!) Zuladung an einem 211 Kilo schweren Motorrad bei Passabfahrten sonst ins Schleudern kommen könnte.

Federwege von 210 mm vorn und 200 mm hinten reichen zwar nicht für eine Dakar-Teilnahme, allemal aber für ausgedehnte Offroad-Touren.

Cockpit der Yamaha XT 660 Z Ténéré
Falls doch mal eine Asphaltetappe zu absolvieren ist, sorgt die Verkleidung vor dem aufgeräumten Cockpit für ordentlichen Windschutz.

Der 48 PS starke 660-cm3-Vierventiler selbst blieb dagegen unangetastet, schließlich stellt er mit 58 Nm ordentliches Drehmoment zur Verfügung, ist gut für echte 170 km/h, bietet sich aber vor allem wegen seines niedrigen Verbrauchs Fernreisenden an: Eine XT 660 R benötigte im 50.000-km-TF-Dauertest im Schnitt nur 4,9 Liter. Die Peripherie des Singles wurde allerdings mit 6,8-l-Airbox, vergrößertem Kühler und neuer Auspuffanlage mit endlich seitlich statt unter dem Motor verlegten Krümmern auf strapaziösere Touren vorbereitet, auch die Gasannahme will man verbessert haben.

Aufgehängt ist der Einzylinder im bekannten Rahmen mit den doppelten Oberzügen, der auch der XT 660 R ordentliche Stabilität beschert, die Radführungen sind dagegen neu. Die 43-mm-Gabel verfügt nun über eine einstellbare Federbasis, hinten kommt statt einer billigen Stahlschwinge ein großzügig dimensioniertes Exemplar aus Aluminium zum Einsatz, das sich via Umlenkhebelei an einem ebenfalls neuen Sachs-Federbein mit Ausgleichsbehälter abstützt. Federwege von 210 mm vorn und 200 mm hinten sind zwar keine Empfehlung für eine Dakar-Teilnahme, sollten für Offroad-Touren aber reichen. Um allzu rasches Durchschlagen zu vermeiden und hohe Straßenstabilität zu erreichen, hat man die Federung zudem straff abgestimmt.

Die Ténéré ist kein Power-Paket für spektakuläre Ritte, aber verlässlicher Partner für stressfreie Offroad-Ausflüge und diffizile Passagen.

Hinten ein bisschen zu straff, wie die Wüstenetappe zeigt. Von Piste keine Spur mehr, stattdessen querfeldein. Ein Slalom zwischen buckligen Kamelgrasbüscheln, bei dem das störrische Heck mehr als einmal in ansehnliche Höhen katapultiert wird. Das neue Federbein ist also kein Quantensprung gegenüber der normalen XT, besseres Ansprechverhalten wäre auch hier wünschenswert. Die Gabel dagegen arbeitet souverän, lässt niemals das Gefühl aufkommen, einen Presslufthammer in den Händen zu halten.

Ein Schlenker, und die Piste hat uns wieder. Geröllgespickt, mal vom Sand verweht, mal tiefe Bachbetten querend. Ténéré-Domäne. Dritter Gang, 70 km/h auf der Uhr, und nichts kann einen erschüttern. Locker steht man in den Rasten, unter deren Gummiüberzug sich nun endlich Krallen befinden, keine Tankwülste stören den Knieschluss, kein übermäßiges Buckeln beim Griff zum hochgelegten Stahllenker verursacht Kreuzschmerzen – es passt. Sanft geht der Einzylinder ans Gas, hackt nicht großartig auf der Kette herum, falls nicht früh genug heruntergeschaltet wird, dreht aber agil hoch, wenn Gas angelegt wird. Ohne ausbrechendes Hinterrad, ohne plötzlichen Leistungseinsatz. Kein Power-Paket für spektakuläre Ritte, aber ein verlässlicher Partner für stressfreie Offroad-Ausflüge und diffizile Passagen.

Die neue Yamaha XT 660 Z Ténéré

Was man von den bei der Präsentation aufgezogenen Reifen nicht behaupten kann. Ob geländetaugliche Profile freigegeben werden, entscheidet sich noch, die montierten Tourance, Anakee und Co. sind mit ihrem Babypopo-Profil im Sand jedenfalls kein Spaß. Aber dort, wo er am tiefsten ist, staubt’s natürlich am schönsten, weshalb die Fotografen uns exakt dort sehen wollen – und ganz nebenbei eine hübsche Auswahl an Sturzbildern schießen können. Schäden können sie dagegen nicht ablichten. Wo an früheren Modellen knittrige Beulen im Tank jeden Ausrutscher dokumentierten, bleiben am aktuellen Modell höchstens ein paar Schrammen im austauschbaren Kunststoffprotektor des Tanks zurück.

Nach 50 Kilometern Wüstenetappe rollen die Reifen wieder auf Asphalt, darf der Hintern wieder die Sitzbank berühren. In tiefer Mulde sitzt man dort, unverrückbar einzementiert. Nicht unbequem, aber weiche Polsterung und die Unmöglichkeit des Positionswechsels werden am Abend, wenn der Tageskilometerzähler 300 Kilometer zeigt, den Hintern spüren lassen. Ob echte Langstreckentauglichkeit gegeben ist, wird erst ein Test zeigen. Um Windschutz muss man sich jedenfalls wenig Gedanken machen. Die hoch bauende Verkleidung schützt effizient und ohne Verwirbelungen am Helm, das Cockpit liegt im Sitzen wie im Stehen gut im Blickfeld. Einziger Nachteil der Plastikverschalung: Statt des eh nur leise säuselnden Auspuffklangs dringt primär die mechanische Geräuschkulisse des Einzylinders ans Ohr. Nein, von ganz vorne, dort wo Omar fährt, ist dumpfes Ballern zu hören, wie es zu einer Ténéré eigentlich dazugehört. Omar fährt Akrapovic, und fortan weiß man, dass Yamaha den slowenischen Edelauspuff (1123 Euro) nicht ohne Grund ins eigene Zubehörprogramm aufgenommen hat.

So hallt also kein Donner durch die Schluchten des Anti-Atlas, als die Ténéré um die Kurven wedelt. Das tut sie traditionell mit leichtfüßigem Handling, dem man das opulente Maschinengewicht kaum anmerkt. Für zügige Gangart ist bei 48 PS zwar gelegentliches Ausquetschen des Singles erforderlich, doch für ein Motorrad, das nicht als Straßenfeger, sondern als Abenteuer-Bike konzipiert ist, stimmt die Leistung des bekannt unverwüstlichen Eintopfs. Dass die auch offroad gut dosierbare vordere Doppelscheibe im Solobetrieb über jeden Zweifel erhaben ist, wundert wenig, hinten würde man sich dagegen etwas bessere Dosierbarkeit wünschen.

Abends knistert der abkühlende Motor, doch man möchte eigentlich immer weiter fahren. Zurück in die Weite der Wüste oder tief hinein nach Afrika. Mission erfüllt: Fernweh geweckt. Doch dass die Ténéré diese Gefühle bei vielen auslösen wird, daran glaubt Yamaha selbst nicht. Nur 6500 Exemplare sollen in diesem Jahr von den Bändern rollen, weil es ein Nischenmodell sei. Das haben sie vor 25 Jahren schon einmal gedacht. Sie sollten sich täuschen.

Die neue Yamaha XT 660 Z Ténéré
In drei Farbvarianten rollen die in Italien gefertigten Fernreise-Enduros von den Bändern.

Weitere Inhalte zum Thema:

Film: Das Yamaha-Werbevideo zur neuen XT 660 Z Ténéré
Leute: Der Berliner Ténéré-Guru Ingo Löchert
Leserbike: Umbau einer Yamaha XTZ 750 Super Ténéré
Die Modellgeschichte der Yamaha Ténéré

 

TOURENFAHRER - 9/08

 

Wir erweitern unser Test-Archiv ständig um die aktuellen Motorradmodelle. Wer sich einen Überblick über unser Angebot verschaffen will, wechsele zu allen Motorrad-Tests.

Weitere interessante Themen:

Individuelle Umbauten: Leserbike
Gebrauchtkaufberatung: Secondhand-Tipps
Motorradreisen im Bildersturm: Reisen + Routen

 
 
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Die Nachfolgerin ???
 


 

Jenseits
der Wüste:

Die Vorstellung der neuen Yamaha Super Ténéré.

In den Sandwüsten der Ténéré bleibt nichts so, wie es scheint.

Was heute noch ein Trail ist, verwischt sich morgen zu einem neuen Horizont.

Was heute noch Landschaft ist – kann morgen schon nur noch Erinnerung sein.

Auch das Unaufhaltsame kann gestoppt werden.

Hier, in den sich ständig verändernden Sandlandschaften der Ténéré Wüste wartet die völlig neue Yamaha Super Ténéré auf Abenteuer.

Aber verfolgen wir zunächst mal die Spuren zurück in das Jahr 1979 als Yamaha begann ein perfektes Motorrad für eines der härtesten Rennen der Welt zu entwickeln – die Rallye Paris – Dakar.

1989 schließlich war das Geburtsjahr der XTZ750 Super Ténéré. Benannt nach der bekannten Wüstenregion, die überdies auch die anspruchsvollsten Sektionen der Rallye darstellt, setzte sie den Standard für unsere Ténéré Modelle.

Wie man sich unschwer vorstellen kann, muss ein Motorrad, das eine Rallye oder ein Rennen gewinnt, mehr als zäh sein. Besonders dann, wenn man alleine mit 150 km/h irgendwo in der Wüste zwischen Dirkou und Agadez unterwegs ist. Ein mechanischer Defekt ist dort das Letzte, was man gebrauchen kann. Da draußen muss man hart sein, wenn man ankommen will.

Wir haben die zähesten und schnellsten Motorräder gebaut und waren öfter als jeder andere Motorrad-Hersteller in der Historie der Paris-Dakar siegreich. Und diese Dakar-siegreiche Zuverlässigkeit ist etwas, das wir auch all unseren Ténéré Serienmotorrädern mit auf den Weg geben. Die neuste Super Ténéré mit ihrem erbarmungslos hart getesteten und unglaublich zuverlässigen neuen Motor geht sogar noch einen Schritt weiter.

Wenn Sie also ein intelligentes Abenteuer Reisemotorrad suchen, mit dem sich die entlegenen Winkel der Welt erobern lassen, dann sollten Sie sich die neue Super Ténéré einmal näher anschauen. Sie hat einen hubraumstarken Parallel-Twin mit Kardanantrieb. Dank 270˚ Kurbelwelle liefert der Motor ein unübertroffenes Niveau an Leistung, Drehmoment und Traktion – perfekt also auch für extreme Situationen und Abenteuer.

Die neue Super Ténéré ist ein sehr fortschrittliches Motorrad, das neben einem hohen Niveau an mechanischer Leistung auch eine herausragende Fahrzeugkontrolle und Rückmeldung für den Fahrer bietet. Aus diesem Grund werden Sie bei der neuen Super Ténéré auch unsere elektronische Drosselklappensteuerung (Yamaha Chip-Controlled Throttle System - YCC-T) vorfinden, das zusammen mit der Traktionskontrolle ein gutes Feeling und Vertrauen auf jedem Untergrund vermittelt. Außerdem gibt es da noch ein High-tech ABS und ein Integral-Bremssystem (Unified Brake System - UBS), das die vordere linke und die hintere Scheibe miteinander verbindet, ebenfalls ein intelligentes System, das sich auf alle Situationen einstellt - On und Off-Road. Stellen Sie sich vor: Sie sind auf unbekanntem Terrain unterwegs, die Sicht ist schlecht, Sie müssen plötzlich in Sekundenschnelle bremsen. Dann – wenn sich der Puls wieder beruhigt hat, geht es weiter, egal auf welchem Untergrund Sie sich befinden.

Früh im Jahr 2010 werden wir unsere Abenteuerreise jenseits der Wüste fortsetzen. Dann werden wir Sie zu anderen begeisternden Plätzen begleiten und Ihnen weitere Einblicke in die neue Super Ténéré geben und näher erläutern, welche Anstrengungen wir unternommen haben, um die herausfordernden Regionen der Welt zu erobern.

Wie Sie sehen hat die neue Super Ténéré alles, was Sie für Ihre kurze oder auch lange Abenteuerreise brauchen. Auch wenn die Herausforderungen hart sind – sie wird sie meistern.

Die neue Yamaha Super Ténéré. Jenseits der Grenzen

Über allem erhaben. Die Stadt schläft nie.

Hektik, Lärm und schneller Rhythmus bestimmen ihr Geschehen.

Erhaben auf alles herabzuschauen, ist schon etwas ganz Spezielles.

Hinter das Einerlei des Alltags zu blicken, ist einzigartig.

Wie mit der neuen Yamaha Super Ténéré.

Der völlig neue hubraumstarke Parallel Twin mit 270 Grad Kurbelwelle liefert in allen Lebenslagen ein sattes Drehmoment, das Sie souverän von allen anderen Verkehrsteilnehmern absetzt. Der Motor hat eine niedrige und nach vorn orientierte Einbaulage. Dadurch hat das Motorrad eine gute Balance und einen niedrigen Schwerpunkt und durch den schmal bauenden Motor außerdem eine schlanke Silhouette. Das sorgt für ein exzellentes Handling und bietet im Labyrinth der Stadt die nötige Sicherheit beim Manövrieren und Fahren bei niedriger Geschwindigkeit.

Die elektronische Drosselklappensteuerung Yamaha Chip-Controlled Throttle System (YCC-T) mit Traktionskontrolle schafft zusätzliches Vertrauen und Sicherheit, besonders auch auf rutschigem Untergrund.

Sie müssen auf den berüchtigten Pflastersteinen am l'Arc du Triomphe eine schnelle Entscheidung treffen oder Sie müssen sich Ihren Weg durch die engen und winkligen Altstadtstraßen von Toledo bahnen?

Mit der neuen Super Ténéré ist auch das alles kein Problem.

Problemlos ist auch der Antriebsstrang mit seiner Kardanwelle. Er ist robust, zuverlässig und absolut wartungsarm. Das gesamte Motorrad wurde im Übrigen auf ein weites Einsatzspektrum hin ausgelegt. Es fühlt sich auf jedem Terrain zuhause, ob es nun die Schotterpisten im Atlas Gebirge sind oder das Pflaster historischer Altstadtgassen.

Dank der verstellbaren Sitzhöhe lässt sich die Sitzposition auf die Körpergröße des Fahrers und seine bevorzugte Sitzhaltung einstellen. Auch für hohen Komfort und Wetterschutz ist gesorgt. Der großvolumige Kraftstofftank trägt außerdem dazu bei, dass Tanken zu den eher seltenen lästigen Pflichten zählt.

Auch in der Hektik des turbulenten Verkehrs in der Innenstadt von Rom werden Sie das Integralbremssystem und das ABS schätzen lernen. Beides gehört zur Serienausstattung der Super Ténéré und sorgt stets für sicheres Bremsen und gute Fahrzeugkontrolle.

Ob Sie nun nach einem erlebnisreichen 8-Stunden-Trip durch die Pyrenäen Ihr Hotel in der City von Barcelona erreichen, oder einfach nur nach der Fahrt durch die Stadt in Ihrem Büro angekommen sind – die großen und leicht abnehmbaren Koffer ermöglichen den problemlosen Transport Ihres Gepäcks.

Weitere Nachrichten über die neue Super Ténéré und ihre Technik finden Sie in der nächsten Geschichte.

Die neue Yamaha Super Ténéré. Grenzenlos.

lesen Sie unsere anderen Geschichten:

Quelle : www.yamaha-motor.de

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 Neuestes Magazin

 

 
 
 
 
 
 

Playboy Classics . Yamaha XT 600 Z Ténéré

Yamaha knüpft mit seiner neuen XT 660 Z Ténéré an einen Mythos an – die erste Enduro, die man wirklich in die Wüste schicken konnte

 
Wenn das Leben zu langweilig wird, muss man es riskieren. Fand der Franzose Thierry Sabine und schickte 1978 erstmals die spektakulärste Wüstenrallye der Welt auf den Weg – die Paris–Dakar.

Seine Losung klang den Bikern mächtig in den Ohren. Er weckte Sehnsüchte, die sich irgendwie mit Opas Rommel-Erinnerungen deckten – nur politisch viel korrekter waren. Nun wollten alle Enduro-Freunde zwischen Flensburg und Füssen mal ein richtiges Abenteuer erleben: mit einer Maschine, die man in die Wüste schicken konnte.

Doch die Motorräder vor 25 Jahren waren nicht gemacht für ein so extremes Abenteuer: Hitze, Sandpisten und keine Tankstelle weit und breit. Der Tank der XT 500 von Yamaha etwa fasste seinerzeit nur 8,5 Liter, selbst die modernere Honda XL 500 kam mit 12,2 Litern nur 200 Kilometer weit. Man musste sein Bike schon selbst wüstentauglich umbauen – oder eben daheim bleiben.

Bis die Ténéré kam. Der Name, unter dem Yamaha 1983 seine XT 600 Z vorstellte und der in der Sprache der Tuareg „Land da draußen“ bedeutet, steht für einen Teil der Sahara im Norden Nigers. Und damit für den anspruchsvollsten Streckenabschnitt der Paris–Dakar. Dort, wo nebst Sitzfleisch vor allem bestes Material gefragt war.

Sandfriedensbruch

Ihrem Namen machte die Ténéré alle Ehre: Der Tank war mit 28 Litern ein wahres Fass. Der bullige Einzylinder trieb das 171 Kilo leichte Krad jede noch so rutschige Steigung hinauf. Enorme Federwege von 255 Millimetern vorn und 235 hinten bedeuteten: Nur Männer von preußischem Gardemaß konnten das Ding richtig fahren. Die Sitzhöhe von 90 Zentimetern disqualifizierte alle anderen zu Knirpsen.

Dennoch verkaufte sich die Serie vom Start weg fantastisch. 1984 und 1985 war die Ténéré sogar das meistverkaufte Motorrad der Welt. Das Vorurteil, die Japaner könnten keine ordentlichen Bikes bauen, war seitdem passé. Stahlummantelte Bremsleitungen und Prallbleche im Tank machten das Motorrad zu einem echten Männerfahrzeug.

Doch leider blieb Yamaha diesem Purismus nicht treu. Mit viel Plastik wurde die herrlich-primitive Optik wegdesignt. Und, das größte Sakrileg: Der Kickstarter wurde durch einen elektrischen ersetzt. Das war zwar bequemer, nahm der Maschine aber den Mythos, dass man mit ihr wirklich überall durchkäme. Eben auch durch eine Wüste, in der bei leerer Batterie nun mal keine Ladegeräte zur Verfügung stehen.

1991 – Honda hatte inzwischen mit seiner 52 PS starken XL 600 Dakar gekontert – folgte dann die endgültige Verweiblichung der Wüsten-Yamaha: Die Ténéré hatte auf 200 Kilo zugelegt, der Tankinhalt war auf 20 Liter abgemagert. Dazu gab es wahlweise nun eine schwarz-lila Lackierung – schön im Frauenzentrum, schlecht am Biker-Stammtisch.

Mit dem Abschied von der Luftkühlung hatte die Enduro jegliche Sahara-Tauglichkeit verloren. Denn das weiß jedes Kind: Wasser ist in der Wüste ausschließlich zum Trinken da.
 
Redaktion: Klaus Mergel ]
 
Motor: flüssigkeitsgefüllter Einzylinder
Hubraum: 660 ccm
Leistung: 48,8 PS bei 6100 U/min
Drehmoment: 57,5 Nm bei 5500 U/min
Federwege vorn/hinten: 210/200 mm
Tankinhalt: 22 l
Gewicht: 221 kg
Preis: 6995 Euro
 

[ Traditionsgefährt
Yamaha XT 660 Z Ténéré
Zugegeben: Ein Wüstenhobel für richtig harte Kerle wie das Urmodell vor 25 Jahren ist die neue XT 660 Ténéré nicht. Aber wir Männer sind ja auch sanfter geworden. Und die Rallye Dakar wurde für dieses Jahr ohnehin abgesagt. Elegant sieht der Bolide trotzdem aus: im klassischen Yamaha-Rot-Weiß, mit hochgezogenen Auspufftüten und Protektoren in Grau. Ein – sinnvoller – Tribut an die Moderne sind die digitalen Instrumente, eine Alu-Schwinge, ein vertikaler Doppelscheinwerfer und zwei Bremsscheiben vorn. Die Federwege wurden nochmals verkürzt, das Bike ist nun dank niedrigerem Schwerpunkt leichter handhabbar. Auch wenn dafür der Macho-Faktor sinkt.

Der Tank fasst 22 Liter, damit kommt man gut 400 Kilometer weit. Dem wassergekühlten Einzylinder hat man einige PS mehr spendiert. Leider hat Yamaha das Gewicht seit dem letzten Ténéré-Modell nicht wirklich abgespeckt. Und immer noch verlangt die Sitzhöhe von knapp 90 Zentimetern dem Fahrer Zehenspitzengefühl ab. Insgesamt ein modernes und robustes Reisemotorrad für gehobene Ansprüche, das einen großen Namen trägt.

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Ein Mytos kehrt zurück !!

ist wohl an der Zeit mit einer neuen Ténéré zurückzukommen,“ bestätigt Projektleiter Hiroo Saito. „Yamaha hat sich im Reise Enduro Segment lange Zeit rar gemacht, obwohl die erste Ténéré 1983 es mit begründete. Die neue XT660Z hat alles was schon die erste Version so erfolgreich gemacht hat, sie ist ohne Schnickschnack, unverwüstlich, praktisch, leicht und hat einen zuverlässigen starken Einzylinder Motor. Zudem haben wir die Maschine bewusst auch fürs Gelände fit gemacht.“

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Leichte Reise Enduro
„In den letzten 10 Jahren haben sich die Reise Enduros ganz schön verändert. Die meisten dieser Maschinen sind keine einfachen Einzylinder mehr und haben stattdessen Qualitäten von Tourenmotorrädern. Aber der Ursprung der Reise Enduro mit ca. 650 ccm geriet in Vergessenheit,“ meint Produktplaner Takeshi Higuchi, der einer der treibenden Kräfte hinter der neuen Ténéré ist. Er gibt sich überzeugt: “Als wirklicher Allrounder ist die neue Ténéré immer noch die erste Wahl mit ihrem robusten Einzylinder und der Kombination aus Tourenqualitäten auf der Straße und einer vernünftigen Geländetauglichkeit für Schotterstrecken oder kleine Pfade abseits.“

Gute alte Werte sind zurück
Higuchi meint über das Konzept der XT660Z: „In der Achtziger Jahren hatten Abenteuer Reisen insbesondere nach Afrika ihren Höhepunkt. Die XT 500 mit einem großen Zubehörtank war die erste Wahl. Ein wenig später kam die erste Ténéré hinzu. Es waren ideale Motorräder für solche Abenteuer, da sie leicht waren und mit dem großen Tank kam man über 400 km weit. Der luftgekühlte Einzylinder war sparsam und sehr zuverlässig. Wenn mal etwas kaputt ging, konnte man das einfach aufgebaute Motorrad buchstäblich am Straßenrand reparieren. Die Bikes waren einfach ideal, um sich damit in fremde Länder zu wagen. Aber gleichzeitig hat sich die Ténéré zu dieser Zeit einen guten Ruf als Alltagmotorrad erworben, mit dem man jeden Tag zur Arbeit fahren konnte und am Wochenende auf Tour ging. Insbesondere Einsteiger liebten die Maschine, weil sie erschwinglich war. Die Motorradindustrie heute, und das schließt uns von Yamaha auch ein, haben diese guten alten Qualitäten vergessen. Die XT660Z bringt sie zurück. Ob man die Welt umrunden möchte, in den Bergen auf Tour geht, oder jeden Tag damit zur Arbeit fährt, die neue Ténéré ist dafür immer ein guter Untersatz.“

 
 
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Was wir unter vielseitig verstehen

Projekt Mitarbeiter Alessandro Ghezzi hat seine eigenen Ansichten, was die Qualitäten der Ténéré betrifft: “Vielseitigkeit ist eine Summe aus vielen Kleinigkeiten, beispielsweise Hunderte von Kilometern mit einer Tankfüllung zu fahren. Der Einzylinder ist vielseitig, weil er sehr robust ist und gleichzeitig wenig kostet was Wartung und Verbrauch betrifft. Und trotzdem hat der neue 660er genug Dampf, um bequem im heutigen Verkehr mitzuschwimmen. Ihre Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn reicht heutzutage völlig aus. Lange Strecken sind nie eine Qual, denn die kleine Scheibe hält Fahrtwind ab. Die Sitzposition ist ziemlich bequem. Mit ihren 183 kg trocken ist die Ténéré als Reise Enduro relativ leicht und lässt sich deswegen ziemlich einfach sowohl auf Schotterstrecken im Gebirge, als auch im Stadtverkehr bewegen. Ein breites Spektrum also. Zudem kann man in den Original Yamaha Packtaschen mehr als genug Gepäck unterbringen. Für mich ist die Ténéré einfach der beste Allrounder.“

 
 
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Neues Fahrwerk
Hiroo Saito fügt hinzu:“ Die Ténéré hat ein komplett neues Fahrwerk, ganz anders als das der XT660R. Wir hatten andere Prioritäten und haben deshalb mit einem leeren Blatt Papier angefangen. Da die Ténéré ein vielseitiges Motorrad sein sollte, mussten wir alle Einsatzzwecke in Betracht ziehen. Ein Muss war Langstreckentauglichkeit, stabiler Rahmen, der Beifahrer und Gepäck standhält und auch eine gewisse Geländegängigkeit für den Einsatz auf Schotterpässen oder in der sandigen Wüste.“

Wie sehr Rahmensteifigkeit und kompaktes Layout im Vordergrund gestanden hat, kann man wohl am besten daran sehen, dass sogar der Produktionsablauf anders als bei der XT660R getaktet wurde. Alessandro Ghezzi erklärt weiter: “Bei der XT660R wird das Fahrwerk als erstes auf dem Fließband zusammengebaut, der Motor kommt am Ende ins Fahrwerk. Bei der Ténéré haben wir das umgedreht. Der Motor ist zuerst auf dem Fließband, das Fahrwerk wird förmlich um den Motor herumgebaut. Dadurch konnten wir den Rahmen steifer und stärker auslegen und ihn trotzdem enger um den Motor herum bauen. So kann auch die neue Schwinge von einer massiven Halterung geführt werden, anders als sonst üblich“.

 
 
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  • >>XT660Z Ténéré: der Mythos kehrt zurück
    2008-XT660Z-10 (71-228058)

    Die Funktion im Mittelpunkt
    Die Entwickler waren überzeugt, dass Funktion der Schlüssel zum Erfolg der neuen Ténéré sein muss. Gegen den anfänglichen Widerstand der Designer wurden beispielsweise die Faltenbälge an der Vorderradgabel gewählt, weil sie immer noch am besten Staub und Schmutz von den empfindlichen Gabeldichtringen fernhalten. „Das sieht vielleicht altmodisch aus“, wehrt sich Ghezzi „aber wir wollten ein durch und durch ehrliches Motorrad“.

    Tests im Gelände gehörten genauso zum Pflicht-Programm wie die üblichen Straßentests. „Als unser Testteam mit dem Prototypen von einer 1000 Kilometer Tortur im Gelände mit 30 kg Gewicht als Gepäck auf dem Heck geschnallt zurückkam, waren die Jungs ziemlich fertig. Einer meinte, es wäre doch einfacher eine Fahrwerksabstimmung für Supersport Maschinen zu machen, als für ein Motorrad das ein derart breites Einatzspektrum hat.“

    Bewährter Motor
    Der neue Ténéré Motor ist ein alter bekannter aus der XT660R. Die wesentlichen Änderungen beziehen sich auf Luftfilterbox, Auspuff und Motorsteuerung. Dabei liegt die neue Luftfilterbox direkt unter der Sitzbank und ist mit wenigen Handgriffen leicht zugänglich. Man kann den Filter praktisch im Schatten einer Palme ausklopfen. Der Filter selbst ist deutlich größer als bei der XT660R, um Staub und Verschmutzungen besser standzuhalten.

    „Wir haben uns große Mühe gegeben, die Vibrationen für den Fahrer zu reduzieren“, sagt Ghezzi. „Die Maschine wird auf Langstrecken und auf Autobahnen gefahren, und da ist es einfach unerlässlich, dass der Fahrer ermüdungsfrei bleibt.“

     
     
    2008-XT660Z-12 (71-228070)

    Funktion bestimmt die Form
    Designer Oliver Béboux gibt zu: “Die Neue hat Designelemente von der alten Ténéré übernommen, aber sie sieht trotzdem anders aus. Wir haben versucht das typische Ténéré Image zu erhalten, gleichzeitig jedoch moderne Linien einfließen zu lassen. Aber nicht nur das Aussehen hat eine Rolle gespielt. Wir hatten großes Augenmerk auf Funktion. Beispielsweise sind die seitlichen Kunststoffteile am Tank nicht allein Stilelement, sondern auch als Sturzschutz gedacht. Im Falle eines Falles können sie relativ einfach ausgetauscht werden. Weil wir den Sitzkomfort des Beifahrers verbessern wollten, haben wir uns von unserer ursprünglichen Designidee einer geraden Linie der Sitzbankoberfläche verabschiedet. Die jetzige Stufensitzbank sieht zwar weniger sportlich aus, aber hat besseren Komfort.

    Die jetzige sechste Generation der Ténéré ist also vielseitig und robust wie schon immer. Sie ist ein Allrounder gleichermaßen für erfahrene Motorradfahrer als auch für Einsteiger geeignet.

     
     

     

    Foto Galerie 1: 2008-XT660Z-Ténéré Details

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