Abschiedsrede

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Mitschüler.

 

 

 

Wir haben uns heute hier versammelt um die Stunde unserer langersehnten Erlösung zu feiern.

Diese ist fast so schön wie der Gang in den Garten Eden, aber ich bin mir sicher die Zeit danach wird die Hölle.

 

 

 

Man könnte unsere Schulzeit mit einem großen Labyrinth vergleichen. Die meisten von uns starteten am 11.8.1998 in dieser Aula. Es gab vier verschiedene Wege die alle gleichermaßen zum Ziel führen sollten. Zum Glück waren wir am Anfang nicht ganz auf uns alleine gestellt. Vor allem halfen uns unsere Klassenlehrer dabei, das wir uns in dem etwas unübersichtlichem Gebäude zurecht fanden. Viele unserer Mitschüler landeten in einer Sackgasse in dem riesigen Labyrinth. Für manche hieß das die Klasse wiederholen oder sogar die  Schule wechseln. Deshalb gab es  oft tränenreiche Abschiede. Aber für die verlorenen Mitschüler und vor allem Freunde kam immer ein guter Ersatz hinzu. Die Schüler die zwischendurch zu uns gekommen sind zählen heute genauso zu uns wie die wenigen die seit dem ersten Schultag  übrig sind. Bei den Schülern die auf der Strecke blieben lag es oft an ihrer Faulheit, denn dumm war keiner. Manche sagten aber auch die Lehrer hätten es auf sie abgesehen. Ich denke hier steckt auch ein Funke Wahrheit drin. Zum Glück waren das aber nur Ausnahmen. Denn die meisten Lehrer mochten uns Schüler und gingen gerne in den Unterricht. Auch wenn wir Schüler es nicht immer zugeben wollten, wir gingen auch gerne in die Klasse und auf eine Art mochten wir auch die Lehrer. Deswegen war es auch schade das zwei unsere Klassenlehrer in den Ruhestand gingen. Aber für Frau Mohren und Herrn Grysar bekamen wir guten Ersatz Frau Müller und Herr Norbisrath. Am Anfang war es zwar noch komisch aber wir hatten uns schnell an das neue Oberhaupt gewöhnt.

Unsere Schulzeit hatte aber nicht nur gute Seiten. Es gab Klassenkonferenzen, tiefgehende Eltern- und Lehrergespräche, Krankheiten der Mitschüler Probleme zu hause, Streitigkeiten mit Mitschülern aber vor allem mit Lehrern. Ich finde wir standen uns immer bei und halfen uns gegenseitig so gut wir konnten.

Meiner Meinung nach waren die Zeiten vor den Zeugnissen die schlimmsten.Auf dem Schulhof hörte man nur Gejammere da  viele Arbeiten wieder auf den letzten Drücker geschrieben wurden.

 

Vor allem die Zeit vor unserem Abschlusszeugnis war sehr hart. Einige haben gekämpft bis zum Schluss und es leider doch nicht geschafft. Darum liebe, Lehrer möchte ich ihnen sagen, sie könnten ruhig mal ein Auge zu drücken, wenn es um eine Note geht, denn mit dieser Note entscheiden sie vielleicht über unsere Zukunft. Vielleicht sollten sie dies mal überdenken.

 

Ein  Highlight unserer langen Schulzeit waren die Abschlussfahrten  die zum Gardasee und nach Holland führten. Dort merkte man das man irgendwie gar nicht auf eine andere Schule oder in den Beruf gehen wollte. Wir wären alle gerne in Italien und Holland geblieben.

Am liebsten hätten wir die Zeit angehalten, denn dort waren wir wie eine große Familie. Wir aßen zusammen, schliefen nebeneinander, gingen zusammen einkaufen und vor allem tranken wir viel zusammen. In dieser Zeit wurde uns bewusst, das wir bald keine große Familie mehr sein werden, sondern jeder seinen eigenen Weg gehen muss. Bei diesem Gedanken bekamen viele ein komisches Gefühl im Magen.

Ein weiteres Highlight war unser gelungener Abschlussstreich.

Liebe Lehrer wir hatten ihnen versprochen das es ein ganz besonderer Abschlussstreich wird, ohne eingeschlagene Fensterscheiben und Rasierschaum, es ist uns gelungen. Die Nacht davor war eigentlich das anstrengenste an der ganzen Sache, weil wir in der Scheune der Familie Klinkenberg kein Auge zu bekamen, weil unser lieber Rafael

uns alle wach hielt. Aber dafür hatten wir am 7.7.04 den besten Abschlussstreich seit Jahren auf die Beine gestellt, nach Ansicht der Lehrer und Schüler.

In dem Zusammenhang möchte ich allen danken die  geholfen haben und vor allem den Lehrern die alles über sich ergingen ließen. Am Ende dieses Tages wurde uns dann klar das dies unser letzter gemeinsamer Schultag war und das machte die meisten traurig.

 

 

 

Ich hoffe das ich Sie nicht allzu sehr gelangweilt habe, denn ich weiß,

wie es ist hier gelangweilt zu werden.

 

Zum Schluss möchte ich mich noch bedanken:

Zuerst bei den Eltern, denn die mussten uns ertragen, wenn wir mit schlechter Laune aus der Schule kamen, weil wir Ärger mit Lehrer

hatten oder es eine schlechte Note gegeben hatte.

 

Dank geht auch an die Lehrer für die gute Ausbildung, die wir hier genießen durften, ohne die wir heute nicht hier wären um unseren

Abschluss zu feiern.

Es gibt sogar Lehrer, die uns Schüler bei Problemen zur Seite standen

Und bei Fragen rat gaben und für uns ihre kostbare Freizeit geopfert haben. Für diese Lehrer gibt es ein extra danke.

Dankeschön.

 

Der letzte und der größte Dank geht an meine Mitschüler. Danke das ihr da wart ohne euch wäre es hier die Hölle gewesen aber das ist  ja

auch normal, ein Schüler und über 30 Lehrer.

 

Ich danke euch auch für die Hilfsbereitschaft, die mir und anderen Klassenbucheinträge oder sonstiges erspart haben. Ich möchte euch auch für die Kameradschaft danken die in vielen Situationen eine große Hilfe war. Außerdem möchte ich mich bedanken das ihr mir als Schülersprecherin und Klassensprecherin vertraut habt.

Ich wünsche euch alles Glück der Welt für die Zukunft und hoffe das ihr diese Zeit nie vergessen werdet.

Ich werde euch vermissen, Ihr fehlt mir jetzt schon.

 

DANKE

 

 

 

 

Anja Ziegenspeck

16. Juli 2004


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